US-Jahresausgaben von 81.905 Dollar: Wohnen erklärt 45% des Anstiegs
Die durchschnittlichen jährlichen US-Ausgaben stiegen 2025 auf 81.905 Dollar. Vor Reisen oder Einkäufen fällt dabei das Wohnen auf: Laut BLS-Veröffentlichung vom 29. Oktober entfielen darauf 27.790 Dollar oder 33,9% der Gesamtausgaben. Der Verwendungszweck verändert den Blick auf den Anstieg.
3.378 Dollar mehr insgesamt, davon 1.524 fürs Wohnen
Die Veröffentlichung nennt 78.527 Dollar für 2024 und 81.905 für 2025: 3.378 Dollar oder 4,3% mehr. Wohnen stieg von 26.266 auf 27.790 Dollar, also um 1.524. Geteilt durch den Gesamtanstieg ergibt das rund 45,1%.
Die 45,1% sind eine eigene Berechnung aus zwei Jahresdurchschnitten, keine Verfolgung derselben Haushalte. Im ersten Diagramm ist Wohnen im Gesamtbetrag enthalten. Die Balken dürfen daher nicht addiert werden.

Wohnen umfasst mehr als die Miete
Die Kategorie enthält Unterkunft, Versorgungsleistungen, Haushaltsbetrieb, Verbrauchsmaterial und Einrichtung. Unterkunft stieg von 16.317 auf 17.626 Dollar, also um 1.309. Das sind rund 85,9% des Wohnkostenanstiegs; für die übrigen Komponenten verbleiben zusammen 215 Dollar.
Bei selbst genutztem Wohneigentum zählen unter anderem Hypothekenzinsen, Steuern, Versicherung und Reparaturen, nicht aber Tilgungen. 5,8% höhere Wohnausgaben bedeuten daher nicht 5,8% höhere Mieten oder Hauspreise. Im zweiten Diagramm ergeben beide Balken zusammen 1.524 Dollar.

Ausgabenwachstum ist nicht gleich Inflation
Die Veröffentlichung nennt 2,6% CPI-U-Inflation für 2025. Ausgaben berücksichtigen neben Preisen auch Mengen und Zusammensetzung. 4,3 minus 2,6 ist deshalb keine amtliche reale Konsumwachstumsrate. Der CPI-U-Jahresdurchschnitt nutzt elf Monate, da Oktober 2025 fehlt.
Eine Verbrauchseinheit kann eine Familie, eine finanziell unabhängige Einzelperson oder eine Gruppe mit gemeinsamen wesentlichen Ausgaben sein. Der Durchschnitt von 81.905 Dollar beschreibt weder jede Person noch den häufigsten Haushalt. Unterschiedliche Zusammensetzung und Einkommen bleiben darin verborgen.
Was das jährliche Haushaltsbuch zeigt
Wegen der Finanzierungslücke der US-Bundesregierung wurden im Oktober und November 2025 keine Erhebungsdaten gesammelt. BLS passte die Gewichte an; die Erhebung begann am 5. Dezember wieder. Diese Lücke gehört zum Verständnis der Jahresschätzungen.
Mehr Ausgaben bedeuten nicht automatisch mehr frei verfügbaren Konsum. Wohnen und insbesondere Unterkunft trugen hier erheblich zum Anstieg bei. Der Blick auf die Verwendung ergänzt den Gesamtbetrag. Dieser Beitrag dient der wirtschaftlichen Information und ist keine Anlageberatung.
Quellen und Berechnungen
BLS · Consumer Expenditures 2025 · 2026-10-29